Ich glaub dieses Jahr geh ich als Cowboy...

Die Geschichte

Karneval, Fasching und Fastnacht haben im Grunde alle die gleiche Geschichte. In allen Fällen gibt es einen religiösen Hintergrund, denn der Karneval diente einst nur dazu, sich vor der beginnenden Fastenzeit noch einmal ausgiebig zu amüsieren und vor allem die verderblichen Nahrungsmittel zu verzehren.

Die Ursprünge

Schon vor 5000 Jahren wurden in Ägypten und auch im Babylonischen Reich Feste gefeiert, bei denen alle Menschen gleich waren. Das heißt, der Herr war nicht mehr wert als sein Diener oder Sklave. Ein Prinzip, das auch im heutigen Karneval noch praktiziert wird, denn auch der Bürgermeister einer Stadt muss zum Karneval den Schlüssel für sein Rathaus hergeben und wird praktisch seines Amtes enthoben und ist nur noch einer unter vielen.

Im Mittelalter bekam der Karneval eine etwas andere Bedeutung, denn es drehte sich in der Hauptsache um die Kirchenfürsten, die in dieser Zeit imitiert und hemmungslos parodiert wurden, ohne dass jemand dafür bestraft wurde. Im 15. Jahrhundert wurde sogar ein zweiter Papst gekrönt. Mit dem Barock und dem Rokoko wurde der Karneval vornehmer und beschränkte sich auf Masken- und Kostümbälle nach dem Vorbild des Karnevals in Venedig.

Die Neuzeit

Bedingt durch Kriege und Unruhen verlor der Karneval immer mehr an Bedeutung und erst 1823 ließen die Kölner den Straßenkarneval wieder aufleben. Auch in der schwäbisch-alemannischen Fastnacht kam es Mitte des vorigen Jahrhunderts zu einem Bruch, da man die alten Traditionen für altmodisch und überholt hielt. Auch hier kam es erst 1924 zu einer Neuordnung und es bildeten sich wieder Narrenzünfte.

Besonders in der Fastnacht spielt die Geschichte eine sehr große Rolle. Manche Kostüme und vor allem die Masken waren in früherer Zeit Symbole für uralte Erzählungen und Legenden, was besonders auf die Fastnacht im Schwarzwald zutrifft. Noch heute werden hier die kunstvollen Holzmasken von einer auf die nächste Generation weiter vererbt.